Ein unerwarteter brief im briefkasten, ein anruf von einer unbekannten nummer oder die Ankündigung eines Hausbesuchs, wenn das infas institut sich meldet, reagieren viele bürger zunächst mit Skepsis. Ist das seriös oder etwas, vor dem man sich schützen muss? Dieser Artikel klärt auf.
Kurze Antwort: Wie seriös sind INFAS-Umfragen wirklich?
Das infas institut für angewandte sozialwissenschaft ist ein etabliertes deutsches sozialforschungsinstitut mit Gründung im Jahr 1959 und Sitz in bonn. Es arbeitet unter anderem im auftrag von Bundesministerien, der Deutschen Bundesbank und dem Bundeskriminalamt. Das infas Institut ist ein privates und unabhängiges unternehmen, das keine Produkte verkauft, sondern ausschließlich empirische studien durchführt. Infas gilt als eines der renommiertesten Sozialforschungsinstitute in deutschland.
Dass viele personen die Kontaktaufnahme als belästigung empfinden, ist nachvollziehbar, sagt aber nichts über die grundsätzliche Seriosität aus. Im Folgenden erfahren Sie, woher die kontaktdaten stammen, wie eine befragung abläuft und wie Sie sich unkompliziert abmelden können.

INFAS Institut, wer steckt hinter den Umfragen?
Das institut für angewandte sozialwissenschaft wurde 1959 in Frankfurt gegründet und ist seit den 1960er-Jahren in Bonn ansässig. Als privatwirtschaftliches forschungsunternehmen hat es sich auf Sozial- und politikforschung spezialisiert, ohne Werbeanrufe oder Verkaufsabsichten. Infas führt studien für politik, wissenschaft und unternehmen durch.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
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Typische auftraggeber: Bundesministerien (BMFSFJ, BMAS), Deutsche Bundesbank, Bundeskriminalamt (Dunkelfeldstudien wie SKiD mit rund 61.000 ausgefüllten Fragebögen), Landesregierungen, Stiftungen und Hochschulen
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Arten von studien: Haushaltsbefragungen zur Lebenssituation, arbeitsmarkt und bildungsforschung („So lebt und lernt Deutschland“), verkehrsforschung („Mobilität in Deutschland“), panelstudien wie SOEP, innovationsforschung und marktanalysen
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Branchenstandards: Infas ist Mitglied im Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute (ADM), orientiert sich an ESOMAR-Richtlinien und ist nach ISO 20252 zertifiziert
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Struktur: Teil der infas Holding AG, die seit Anfang 2025 zur Ipsos-Gruppe gehört, die methodische Eigenständigkeit bleibt laut offiziellen Verlautbarungen bestehen
Umfragen von infas sind gesellschaftlich relevant und werden unter anderem vom Familienministerium finanziert. Dass die firma häufig im auftrag öffentlicher Stellen arbeitet, ist ein starker Seriositätsindikator, da öffentliche auftraggeber strengen Ausschreibungs- und Transparenzvorgaben unterliegen.
Warum bekomme ich Post oder Anrufe vom INFAS Institut?
Sie haben einen brief erhalten, ohne sich jemals bei infas registriert zu haben? Ein anruf kommt von einer Bonner nummer? Eine interviewerin kündigt einen Besuch bei Ihnen zu hause an? Das ist zunächst irritierend, hat aber nachvollziehbare Gründe.
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Einwohnermeldeamtsstichproben: Die teilnehmer an Befragungen werden nach mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt. Für sozialwissenschaftliche studien werden zufällig Adressen aus Melderegistern gezogen. Infas verwendet zufällig ausgewählte Stichproben für Befragungen. Die Kontaktaufnahme erfolgt auch ohne vorherige Zustimmung der Befragten, da ein öffentliches Interesse vorliegt.
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Kein Datenhandel: Die adresse stammt nicht von dubiosen Adresshändlern, sondern aus offiziellen Melderegistern oder, bei telefonischen studien, aus dem ADM-Stichprobenverfahren. Infas nutzt außerdem schriftlich-postalische Befragungen zur Datenerhebung.
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Wissenschaftliche Forschung statt Werbung: Anders als bei werblicher Telefonakquise geht es nicht um den Verkauf von Produkten, Abos oder Spendenaufrufe.
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Mehrfache Kontaktversuche: Interviewer von infas sind verpflichtet, eine bestimmte Anzahl von Kontaktversuchen durchzuführen (mehrere Briefe, mehrere Anrufe zu unterschiedlichen Tageszeiten), um die Zufallsauswahl nicht zu verfälschen. Einige Nutzer berichten von unerlaubten Anrufen an private Nummern.
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Rechtliche Einordnung: Ein brief allein ist juristisch keine „unerlaubte Werbung“, sondern eine zulässige Kontaktaufnahme im Rahmen einer Studie.
Typische Kritikpunkte: „Belästigung“ oder nur schlechte Kommunikation?
Online-bewertungen, kommentare in Foren und Erfahrungsberichte zeichnen ein teils drastisches Bild. Infas hat eine Gesamtbewertung von 1,7 bei 303 Rezensionen auf Bewertungsportalen. Die bewertungen von infas sind stark polarisiert zwischen positiv und negativ.
Häufige Negativ-Erfahrungen:
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Nutzer berichten von bis zu 9 Anrufen innerhalb von 3 Wochen. Infas sendet bis zu 9 Briefe innerhalb von 3 Wochen. Ein Befragter erhielt 6 Briefe von infas ohne Antwort, ein weiterer Nutzer erhielt 6 Briefe ohne Einwilligung.
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Anrufe erfolgen teilweise bis 21 Uhr und am Wochenende. Ein Befragter berichtete von ständigen Anrufen am Wochenende, andere von Anrufen abends um 20 Uhr.
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Die Kontaktaufnahme erfolgt auch unangekündigt an der Haustür, was besonders für alleinlebende personen beunruhigend wirkt.
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Einige Befragte empfinden die Kontaktmethoden als belästigung. Ein Nutzer empfand die Anrufe als Belästigung und drohte mit einer Anzeige.
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anschreiben mit steigenden Incentives (zunächst 5 €, später 10 €) werden als „Lockprämie“ wahrgenommen.
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Unklare informationen über Dauer und inhalt des interview: Angekündigte 30, 45 Minuten werden teils deutlich überschritten.
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Kritik an Kontaktversuchen, bei denen Kinder ans telefon gehen.
Positive Erfahrungen gibt es ebenfalls:
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Berichte über freundliche interviewerinnen und interviewer, die die Freiwilligkeit der teilnahme klar betonen
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Zufriedene teilnehmerinnen und teilnehmer, die die Aufwandsentschädigung als angemessen empfinden und die fragen als neutral wahrnehmen
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mitarbeiter beschreiben das infas institut auf Kununu als seriösen Arbeitgeber mit ordentlicher Bezahlung und flexiblen Arbeitszeiten im Homeoffice
Der Ton der Kritik richtet sich fast nie gegen Datenmissbrauch oder Betrug, sondern gegen die Frequenz und den Kommunikationsstil der Kontaktversuche.

Wie seriös ist das INFAS Institut? Kriterien, Bewertungen & Einordnung
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen „subjektiv nervig“ und „objektiv unseriös“. Viele der negativen bewertungen beziehen sich auf das Kontakterlebnis, nicht auf die wissenschaftliche Qualität. Hier die konkreten Seriositätskriterien:
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Auftraggeber: Langjährige Zusammenarbeit mit Bundesministerien, Bundesbank, BKA, untypisch für unseriöse Anbieter
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Datenschutz: Die erhobenen daten von infas werden vertraulich behandelt. Es erfolgt eine Trennung von Adressdaten und antworten, verschlüsselte Datenerfassung und Löschung nach Studienabschluss
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Methodik: Die Ergebnisse von infas-Befragungen basieren auf zufällig ausgewählten Stichproben. Die Ergebnisse werden statistisch hochgerechnet, um ein exaktes Abbild der Gesamtbevölkerung zu erhalten. Fehlertoleranz ist ein wichtiger Aspekt bei Umfrageergebnissen, ebenso wie die Erkenntnis, dass Korrelation Zusammenhänge zeigt, aber nicht unbedingt direkte Ursachen
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Legitimation: Jeder interviewer führt einen Ausweis, nennt Studiennamen und auftraggeber. Die unterlagen lassen sich auf offiziellen Projektwebseiten nachprüfen
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Keine Werbung, kein Verkauf: Umfragen werden nicht mit Verkaufsangeboten verknüpft
Auf Portalen wie Trustpilot oder Feedbax liegt die Gesamtbewertung von infas bei 1,7 von 5 Punkten, die Kritik bezieht sich fast ausschließlich auf Kontaktfrequenz und Belästigungsgefühl, nicht auf Datenmissbrauch. Kununu-bewertungen von mitarbeitenden zeigen dagegen 3,3 bis 3,8 Punkte mit etwa 67 % Weiterempfehlungsrate.
Fazit zur Frage „infas umfrage seriös“: Daten- und auftragsseitig ja, im Kommunikationsstil und in der Frequenz der Kontaktaufnahme aber oft kritikwürdig.
So laufen INFAS-Umfragen typischerweise ab
Von der ersten Einladung bis zum Abschluss folgen INFAS-Umfragen einem festen Muster. Infas setzt einen Mixed-Mode-Ansatz zur Durchführung von Umfragen ein.
Kontaktwege:
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Briefankündigung mit Studienname (z. B. „So lebt und lernt Deutschland“, „Haushaltsbefragung zur finanziellen Lage“)
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Telefonische Kontaktaufnahme von Bonner Festnetznummern. Infas führt telefonische Befragungen (CATI) durch.
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Möglicher Hausbesuch: Infas führt persönliche Interviews (CAPI) durch, bei denen interviewerinnen und interviewer mit Laptop oder Tablet vor Ort erscheinen
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Infas realisiert Online-Befragungen über Links oder QR-Codes
Ablauf im gespräch:
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Vorstellung des institut, Nennung des Auftraggebers, Erläuterung der Freiwilligkeit
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Struktur der fragen: Haushaltsdaten, bildungsverläufe, Erwerbsstatus, einstellungen (z. B. Sicherheitsempfinden)
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Umfragen können persönliche daten wie Anschrift und Geburtsdatum erfordern
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Dauer: 30, 90 Minuten je nach Studie
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Dokumentation: antworten werden elektronisch erfasst, keine Tonaufzeichnung ohne Einwilligung
Die teilnahmebereitschaft variiert stark je nach Thema. Infas führt Umfragen zur digitalen Nutzung alle 1 bis 1,5 Jahre durch. Als Anreiz gibt es moderate Aufwandsentschädigungen von 5, 10 €, die in der sozialwissenschaftlichen Forschung üblich sind. Verschiedene fachrichtungen werden durch unterschiedliche Studien-Designs abgedeckt.

Ihre Rechte: Ablehnen, Beschweren, Daten prüfen
Die teilnahme an studien des infas Institut ist immer freiwillig. Niemand ist verpflichtet, fragen zu beantworten oder einen Besuch zu akzeptieren. Hier Ihre konkreten Handlungsmöglichkeiten:
Teilnahme ablehnen:
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Im gespräch klar formulieren: „Ich möchte nicht teilnehmen, bitte löschen Sie meine kontaktdaten für diese Studie.“
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Per E-Mail oder schreiben mit Studienkennung an das infas Institut um Löschung aus der Stichprobe bitten
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Ein klares „kein Interesse“ ist wirksamer als wiederholtes Wegdrücken unbekannter Nummern
Datenschutzrechte nach DSGVO:
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Auskunftsrecht: Erfragen, welche personenbezogenen daten vorliegen und aus welcher Quelle sie stammen
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Widerspruchsrecht: Der Nutzung der eigenen daten für bestimmte studien widersprechen
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Löschungsanspruch: kontaktdaten aus aktiven Stichproben können gesperrt oder gelöscht werden
Beschwerdemöglichkeiten:
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Interne Beschwerde beim infas Datenschutzbeauftragten (Kontakt über Impressum/Datenschutzerklärung)
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Externe Beschwerde bei der zuständigen Landesdatenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen
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Bei anhaltender Kontaktaufnahme trotz Widerspruch: möglichkeit einer Anzeige wegen Belästigung
Stellen Sie rückfragen, wenn Ihnen etwas unklar ist, das institut stellt informationen und faq auf seiner Website zur verfügung.
Checkliste: Woran erkenne ich eine seriöse INFAS-Umfrage?
Prüfen Sie folgende Punkte, bevor Sie sich auf ein interview einlassen:
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Der interviewer oder die interviewerin nennt Name, infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft und den Studiennamen
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Der auftraggeber (z. B. Deutsche Bundesbank, Bundesministerium, BKA) wird klar genannt
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Es wird ausdrücklich auf Freiwilligkeit und Datenschutz hingewiesen
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Es werden keine Kontodaten, Passwörter oder sensiblen Zugangsdaten abgefragt
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Moderate Aufwandsentschädigungen (5, 10 €) statt hoher Geldversprechen oder Gewinnspiele
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Bei Hausbesuchen: Ausweis des infas Instituts kann vorgezeigt werden
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Nach einem klaren Nein wird der Kontakt beendet
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Der fragebogen enthält keine Kaufangebote oder Spendenaufrufe
Wenn mehrere dieser Punkte nicht erfüllt sind, fragen Sie direkt beim infas Institut oder beim genannten auftraggeber nach.
INFAS als Arbeitgeber: Was sagen Mitarbeiter-Bewertungen?
Bewertungen von mitarbeitenden auf Plattformen wie Kununu erlauben Rückschlüsse auf interne Abläufe. Die durchschnittliche Gesamtnote liegt bei 3,3, 3,8 von 5 Punkten. Positive Aspekte sind gute Work-Life-Balance, flexible Nebenjobs im Homeoffice und faire Vergütung. Kritikpunkte umfassen hohen Druck durch Kontaktquoten, anstrengende arbeit im Feld und organisatorische Defizite. Wissenschaftler und wissenschaftlerinnen verschiedener fachrichtungen arbeiten dort an sozialwissenschaftlichen Projekten.
Die Arbeitgeber-Seriosität ist vorhanden, die operative Umsetzung der Befragungen (Anrufzeiten, Frequenz, Tonfall) zeigt jedoch Verbesserungspotenzial. Ein profil als seriöser job-Anbieter in der marktforschung und Sozialforschung zeichnet sich ab, auch wenn das leistungsspektrum der dame und dem Herrn im Feld teils mehr abverlangt, als die Rahmenbedingungen hergeben.
Fazit: INFAS-Umfragen zwischen wissenschaftlicher Relevanz und subjektiver Belästigung
Das infas institut für angewandte Sozialwissenschaft ist ein etablierter Akteur der deutschen Sozialforschung mit öffentlichen Auftraggebern und hohen Fachstandards. Der Großteil der Kritik bezieht sich nicht auf Betrug oder Datenmissbrauch, sondern auf die Art und Häufigkeit der Kontaktaufnahme, wiederholte Briefe, Anrufe und die Ankündigung von Hausbesuchen. Für bürger ist wichtig zu wissen: Die teilnahme ist freiwillig, kann jederzeit abgebrochen werden und klare Widerspruchs- sowie Auskunftsrechte bestehen. Konstruktives feedback an das Institut, etwa zu Anrufzeiten und Formulierungen in anschreiben, kann zur Verbesserung der Praxis beitragen. Jede einer von Ihnen betroffene Person sollte individuell abwägen: Wer einen beitrag zu wissenschaftlichen studien leisten möchte, kann INFAS-Umfragen guten Gewissens beantworten. Wer sich gestört fühlt, sollte seine verpflichtungen kennen, nämlich keine, und seine Rechte aktiv wahrnehmen.
Dieser Artikel wurde mit Blogie erstellt.